Es ging ein Knäblein in den Wald

Es ging ein Knäblein in den Wald

gar munter, frisch und gesund;

das sagte die Mutter: kommt wieder bald

und naschen nicht Beeren, mein Kind.

 

Der Knabe lief nun fort und fort

und trieb sein lustig Spiel

und gedachte nicht der Mutter Wort

und naschte der Beeren gar viel.

 

Und als die dunkle Nacht anbrach,

schlich er sich leise nach Haus,

Die Mutter sagt: was hast du getan?

Du siehst ja so jämmerlich aus?

 

Der Knabe sprach was soll das sein,

ich bin doch noch frisch und gesund,

Waldmännchen hat Kirschen ohne Stein,

die schmecken so süß mir im Mund.

 

Und als der kalte Abend anbrach,

da lag er der Mutter im Arm.

Doch er war kalt und nicht mehr warm,
auf dass sich Gott ihm erbarm.