Müde kehrt ein Wandersmann zurück

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Müde kehrt ein Wandersmann zurück

nach der Heimat, seiner Liebe Glück.

Doch bevor er tritt in Liebchens Haus,

kauft er ihr den schönsten Blumenstrauß.

 

Doch die Gärtnerin so hold so bleich,

führt ihn hin zu ihrem Blütenreich.

Doch bei jeder Blume die sie bricht,

rollt eine Träne ihr vom Angesicht.

 

Warum weinst du holde Gärtnersfrau?

Weinst du um der Veilchen dunkelblau?

Oder um die Rose die du brichst?

nein, ach nein, um dieses alles nicht.

 

Um den Geliebten weine ich allein,

der für mich zog in die Welt hinein.

Dem ich ewge Treu geschworen hab,

die ich als Gärtnersfrau gebrochen hab.

 

Warum warst du untreu vor der Zeit?

Warum brachst du den Geschwornen Eid?

Warum fällt dein Blick auf meinen Ring?

den ich einst aus lieb von dir empfing.

 

Treue Liebe hast du nie gehegt,

aber Blumen mir dafür gepflegt.

Darum schenk mir holde Gärtnersfrau,

einen Strauß von diesem Veilchen blau.

 

Mit dem Blumenstrauß wohl in der Hand,

will ich ziehen durch das ganze Land.

Bis der Tod mein müdes Auge bricht,

Lebe wohl, leb wohl, lebe wohl vergiss den Wandrer nicht.