Unter Erlen eine Mühle

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Unter Erlen eine Mühle,

unter der das Wasser rauscht,

wo in einer Mondnacht Kühle ,

steht ein Schweizer Bub und lauscht.

 

Leise öffnet sich das Fenster,

eine Hand reicht sie zum Gruß,

und dann gibt der Schweizerbube,

seiner liebsten einen Kuss.

 

Leise schleicht heran der Müller,

setzt das Räderwerk zu ruh,

durch des Fensters  goldne  Spalte,

schaut er seiner Tochter zu.

 

Liebes Mädel lass dir sagen,

heut zum allerletzten Mal,

dass du diesen Schweizerbuben,

nie und nimmer lieben darfst.

 

Und an einem Sonntagmorgen,

trug man sie zur letzten Ruh

und ein kleiner Schweizerbube

deckte sie mit Rosen zu.

 

Drum ihr Eltern lasst Euch sagen,

störet nie ein junges Glück,

denn es kommen trübe Tage,

wo ihr denkt an sie zurück.